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Sicherheitshinweise

Benutzen Sie das SEGUFIX-System nicht, bevor Sie die Gebrauchsanweisung gelesen und verstanden haben. Fehlerhafte Anwendung des SEGUFIX-Systems kann ernsthafte Verletzungen zur Folge haben, auch mit tödlichem Ausgang. Die Sicherheit Ihres Patienten hängt davon ab, dass Sie das SEGUFIX-System korrekt anwenden.

 

  • Nur auf ärztliche Anordnung anwenden:

    SEGUFIX-Systeme dürfen nur auf Anordnung eines Arztes, unter Einhaltung der Gebrauchsanweisung und Berücksichtigung der gesetzlichen Bestimmungen, eingesetzt werden.
    Die indikationsgerechte Fixierung ist dabei zu beachten. Lassen Sie das SEGUFIX-System in Ihrer Einrichtung nur von geschultem und qualifiziertem Fachpersonal anwenden. Privatpersonen sind gehalten, die ärztlichen Anordnungen bezüglich der Anwendung strikt einzuhalten.

 

  • Verwendungszweck:

    SEGUFIX-Produkte dürfen ausschließlich für die bestimmungsgemäßen medizinischen Ver­wendungszwecke benutzt werden. Dabei müssen die Richtlinien des Herstellers gemäß dieser Gebrauchsanweisung eingehalten werden.

 

  • Überprüfung der Gurtsysteme vor jeder Benutzung:

    Vor Benutzung muss das Produkt auf schadhafte Nähte, abgerissene Teile  und beschädigte Ösen untersucht werden. Patent- und Klettverschlüsse auf Funktion und sicheren Halt prüfen. Schadhafte Produkte können zu Verletzungen führen. Beschädigte oder verschlissene Produkte nicht mehr benutzen.

 

  • Verstärkte Produkte mit der Ausführungskennzeichnung "r" und "f" in der Artikel-Nummer:

    Bei den verstärkten Gurten und der Standard Flausch dürfen pro Schloss max. 3 Gurtlagen übereinander gelegt verwendet werden, um ein zuverlässiges Öffnen des Schlosses zu ermöglichen. Bei Verwendung von 4 Gurtlagen muss ein weiteres Patentschloss eingesetzt werden.

 

  • Warnhinweis: Benutzen Sie die Seitenbefestigungen!

    Die SEGUFIX-Standard niemals ohne Seitenbefestigungen benutzen. Die Seitenbefestigungen verhindern, dass der Patient sich quer zur Körperachse im Bett dreht. Ohne Seitenbefestigungen kann der Patient sich über den Bettrand hinaus drehen und strangulieren, mit möglicher Todesfolge.

 

  • Warnhinweis: Sichere Befestigung an Betten und Stühlen:

    Stellen Sie sicher, dass die SEGUFIX-Systeme nur mit Betten bzw. standfesten Sitzgelegenheiten verwendet werden, die eine Anbringung gemäß Gebrauchsanweisung erlauben.

  • Hilfreich in diesem Zusammenhang:
    Normen für Betten: DIN EN 1970 und DIN EN 60601-2-38
    Normen für Rollstühle: DIN EN 12182 und DIN EN 12183

  • Zu beachten ist:
    - Die Produkte müssen so angebracht werden, dass sie nicht verrutschen können.
    - Die ausgewählten Haltepunkte an Betten bzw. Sitzgelegenheiten dürfen keine scharfen Kanten aufweisen.
    - Die Bewegungsmechanismen der Betten bzw. Sitzgelegenheiten dürfen nicht beeinträchtigt werden.

    Bei Betten und Sitzgelegenheiten beachten:
    SEGUFIX-Systeme für Betten und Sitzgelegenheiten verhindern nicht deren Umkippen.

 

  • Warnhinweis: Bettgitter müssen hochgestellt sein:

    Um Unfälle bei der Fixierung zu vermeiden, sind die Bettgitter hochzustellen (Ausnahme: 5-Punkt-Fixierung).
    Achtung: Keine geteilten Bettgitter benutzen  (außer bei Verwendung eines "Gap protectors", der ein Hindurchrutschen des Patienten vollständig verhindert). Bei geteilten Bettgittern kann es vorkommen, dass der Patient trotz angelegter Fixierung durch den Spalt rutscht - mit der Folge der Strangulation.

 

  • Warnhinweis: Patienten in Fixierung überwachen!

    Patienten in Fixierung erfordern regelmäßige Überwachung. Aggressive, aufgebrachte und unruhige Patienten oder solche, bei denen die Gefahr der Aspiration besteht, erfordern stets eine ununterbrochene Überwachung.

 

  • Sitz der Fixierung überprüfen:

    Überprüfen Sie regelmäßig den korrekten Sitz der Fixierung, da es sonst zu Unfällen kommen kann. Die Gurte müssen straff am Bettrahmen oder höhenverstellbaren Kopf- oder Fußteil angebracht werden. Sie dürfen nicht verrutschen. Die ausgewählten Haltepunkte an Betten bzw. Sitzgelegenheiten dürfen keine scharfen Kanten aufweisen. Die Bewegungsmechanismen der Betten bzw. Sitzgelegenheiten dürfen nicht beeinträchtigt werden.

 

  • Immer die richtige Größe wählen:

    Die Größe des Gurtes muss entsprechend der Körper- und Taillengröße ausgewählt werden (siehe Größentabelle). Zu große bzw. zu kleine Produkte beeinträchtigen Komfort und Sicherheit des Patienten.

 

  • Gurte müssen eng anliegen, dürfen aber nicht die Atmung behindern:

    Die Fixierung muss eng anliegen, darf aber die Atmung nicht behindern. Es muss möglich sein, die flache Hand zwischen Patient und Gurt zu schieben. Eine Selbstgefährdung kann eintreten, wenn die Fixierung zu locker angelegt wird.

 

  • Überprüfung der Verschluss-Systeme:

    Patentschlösser nicht in Flüssigkeit tauchen. Diese funktionieren dann nicht mehr! Sollten beschädigte Patentschlösser nicht mehr mit dem Magneten zu öffnen sein, können Gurte mit Schere oder Gurtschneider durchgeschnitten werden. Den Sockelkopf auf Verschleiß (Abrundung/Stauchung) überprüfen.

 

  • Nur Original SEGUFIX-Produkte benutzen:

    Um den hohen Sicherheitsanspruch zu gewährleisten, nur Original SEGUFIX-Produkte verwenden, zu erkennen am Markenzeichen „SEGUFIX”.

 

  • Warnhinweis Herzschrittmacher:

    Bei Patienten mit Herzschrittmacher muss ein Sicherheitsabstand von 10 cm zwischen Herzschrittmacher und Magnetschlüssel eingehalten werden, da sonst bei dem Patienten Tachykardien ausgelöst werden können. Bezüglich möglicher Beeinträchtigung anderer Patienten-Implantate durch starke Magnete bitte Herstelleranweisungen beachten.

 

  • Gefährliche Gegenstände entfernen:

    Entfernen Sie alle Gegenstände aus der Nähe des Patienten, die zu einer Selbstverletzung führen können, oder mit denen der Patient die Gurte beschädigen kann (z. B. Brille, Schmuck, scharfe Gegenstände).

 

  • Benutzung des SEGUFIX-Systems in Fahrzeugen:

    In Automobilen ersetzt der SEGUFIX-Transportgurt nicht die gesetzlich vorgeschriebenen Sicherheitsgurte (Dreipunkt- und Beckengurt). Der SEGUFIX-Transportgurt darf nur als zusätz­liche Stützung oder Fixierung des Patienten angebracht werden. Nach Unfällen kann die Rettung der Unfallopfer durch das Transportgurtsystem erschwert werden. Stellen Sie sicher, dass der Patient im Notfall schnell gerettet werden kann (sichtbar angebrachte Gurtschneider, Hinweisschilder). Für den Transport in Fahrzeugen ist das SEGUFIX-Bettgurt-System nicht geeignet.

 

  • Entflammbarkeit der SEGUFIX-Bandagen-Systeme:

    Nach DIN EN 71-2:03 Abschnitt 4.3 nicht entflammbar. Nach DIN 75200 Brenngeschwindigkeit null. Selbstverständlich dürfen die Produkte nicht mit glühenden Zigaretten in Kontakt kommer oder offenen Flammen ausgesetzt werden, da dies zu nachhaltigen Beschädigungen führt.

 

  • Gutachterliche Empfehlung zur Unfallvermeidung:

    1. Seitenbefestigungen anlegen
    2. durchgehende Bettgitter hochstellen
        Ausnahme: 5-Punkt-Fixierung
    3. Anwendung der Diagonalfixierung gemäß
        Gutachten von Prof. Dr.-Ing. U. Boenick,
        TU-Berlin verwenden

 

Größentabelle


* SEGUFIX-Gurte sind nicht vorgewaschen. Bis zu 8 % Schrumpfung möglich.